Eine Kirche in Schweden wurde letzten Sommer um mehrere
Kilometer weggefahren, doch wieso solch ein Aufwand?
Kiruna ist eine wichtige Bergbaustadt in Schweden und beherbergt eine der größten Eisenminen des Landes. Doch in den letzten Jahren drangen die Schächte immer mehr unter die Stadt, und der Boden wurde instabil. Deshalb entschieden die Stadträte, die Stadt um ein paar Kilometer zu verlegen. 2012 wurde die neue Bahntrasse eröffnet, 2015 wurden die ersten Wohnhäuser abgerissen.
Aber letzten Sommer stießen sie auf ein Problem: Die Kirche sollte nicht abgerissen werden. Die Touristenattraktion wurde mithilfe eines riesigen Trägers mit 224 Rädern etwa fünf Kilometer durch die Stadt bis zum neuen Zentrum gefahren. Dieses Vorhaben hat fast zwei Tage gedauert.
Doch beim Umzug der Stadt ist den Architektinnen aufgefallen, dass es am neuen Standort durch die Bebauung und die Windverhältnisse spürbar kälter werden könnte – laut einer Studie sogar bis zu etwa 10 °C. Da sich die Stadt nördlich des Polarkreises befindet, stellt sie sich nun auf einen noch härteren Winter ein. Ich denke, es ist fast etwas übertrieben, doch wegen der Kirche hat es sich gelohnt, denn sie lockt wieder Touristinnen an.
BSC